Oldtimer-Rallye muss mit Stau kämpfen (NWZ vom 24.04.2006)

95 teilnehmende Fahrzeuge – Stopp an Wassermühle in Wardenburg

WARDENBURG/OLDENBURG/GA/HAR – Mit der Verkehrsumleitung auf der Autobahn 28 hatten auch die Teilnehmer an der 13. Oldtimer Classic Rallye „Graf Anton Günther“ des Motor-Sport-Club Oldenburg (MSCO) ihre Probleme. Bei der Anfahrt zum offiziellen Start am Rathaus in Oldenburg blieben zahlreiche Oldtimer im Verkehrsstau auf der Bremer Heerstraße stecken. Letztlich sorgten die Veranstalter durch Neutralisierungen jedoch für einen ordnungsgemäßen Verlauf.

Mit 95 teilnehmenden Fahrzeugen verzeichnete der MSCO einen neuen Teilnehmerrekord. Vom Oldenburger Markt ging es über Tungeln, Littel, Nikolausdorf nach Cloppenburg, wo im Museumsdorf eine Mittagspause eingelegt wurde. Über Ahlhorn, Großenkneten, Huntlosen, Wardenburg und Sandkrug ging es zurück nach Oldenburg. Auf der gesamten, rund 160 Kilometer langen Strecke – die mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h zu bewältigen war – galt es zudem fünf Sonderprüfungen zu bewältigen. Letztlich fielen lediglich drei Fahrzeuge aus. Es siegten am Ende in der Gesamtwertung Uwe Huntemann und Carsten Buß (Delmenhorst / Ganderkesee) auf einem Mercedes Benz 190 Ponton, Baujahr 1959. Sie durften sich über eine wertvolle Borduhr und die Wanderplakette „Graf Anton Günther“ freuen.

Beim Zwischenstopp an der Wardenburger Wassermühle gab es für die Schaulustigen viele Schätzchen zu bestaunen, darunter als ältestes Fahrzeug ein Chrysler Royal Coupé, Bj. 1929. Mit einem DKW F 91 Sonderklasse, Bj. 1955, war Karl Heinz Schultz mit 83 Jahren ältester Teilnehmer dieser Ausfahrt. Eine „Chinesen-Rallye“ wie Dr. Fritz Hardach, angereist mit Frau Antje, Beifahrer Wolfram Brodtmann sowie Münsterländerhündin Mandy im Maybach SW 35 Bj. 36, berichtet. Die Teilnehmer der Rallye mussten sich anhand weniger Merkmale auf der Landkarte den richtigen Weg suchen. An teilweise recht verdeckten Haltestellen gab es Bordkarten-Stempel durch das Organisationsteam des MSCO für das Roadbook.

Erschwerend kam hinzu, dass jede Strecke nur einmal befahren werden durfte.

Für Aufsehen sorgte auch das Taxi, ein Mercedes-Benz 200/8, mit Originalausstattung inklusive Taxameter Bj. 3/1974, von Anke und Lothar Krause. Unterstützt von den Copiloten Marlies und Friedrich Backhus wurde bei laufendem Taxameter die Rallyestrecke abgefahren. In Wardenburg zeigte es 132,70 DM. So hat jedes Fahrzeug seine Geschichte und nur zu gern erzählen die Fahrer.

Diesen Artikel lieferte NWZ-online.de.

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