Gemtlich schmucke Wagen bewegen (NWZ vom 02.06.2008)

RALLYE Mehr als 90 Oldtimer rollen durch den Landkreis Oldenburg Kontrollstation in Ahlhorn

_heprod_images_fotos_1_12_3_20080602_oldneu.jpgKurz den Bogen zum Stempeln bei Martin Schuppler abgeben, und schon rollten die Teilnehmer der Oldtimerrallye bei der Kontrolle in Ahlhorn weiter. BILDER: ULRICH SUTTKA

ZWEI KONTROLLSTATIONEN BEFANDEN SICH IN AHLHORN. DIE TEILNEHMER HOLTEN SICH STEMPEL AB.

VON ULRICH SUTTKA

LANDKREIS/AHLHORN – Warum er mit seinem Opel Kadett C GTE dabei ist? Um den Wagen zu bewegen, kommt als erste Antwort vom Osterholz-Scharmbecker Rdiger Knbel, zusammen mit Peter Rosenbrock unterwegs. Mehr als 90 Oldtimerteams bei der 15. MSCO Oldtimer Classic-Rallye Graf Anton Gnther bereiteten so manchem Kreisbewohner am Sonnabend eine Freude mit ihrer Lust am Wagen-Bewegen. Auer Wildeshausen, Harpstedt und Ganderkesee rollten die schmucken Karossen, darunter Raritten aus den dreiiger Jahren, durch alle Gemeinden und lieen sich bei mehreren Sonderprfungen in Ruhe betrachten.

Insgesamt 160 Kilometer legten die Fahrer mit ihren gepflegten Autos zurck. Nach der ersten Sonderprfung in Wardenburg gegen 10 Uhr stand beim Dorfgemeinschaftshaus Ahlhorn die nchste grere Station gegen 11.30 Uhr an. Insgesamt rund 70 Helfer waren an rund 50 Kontrollstellen verteilt, allein vier in Ahlhorn.

Heike und Jrn Klar saen hier an einem roten Schild, daneben eine groe Funkuhr. Sie hatten in die umfnglichen Bordkarten der Teams einzutragen, ob die Zeitvorgaben eingehalten wurden. Bis zu einer Minute zu frh ist tolerabel, alles andere gebe Minuspunkte, erluterte Jrn Klar. Wer viel frher kam, der konnte sich in wenigen Metern Entfernung am gelben Schild postieren und den richtigen Zeitpunkt abwarten.

Eine andere Aufgabe ist das Nachfahren eines Kartenausschnittes, ohne gefahrene Straen zu kreuzen oder zweimal zu nutzen. Die Durchfahrtskontrollen gehren ebenfalls zu einer Rallye. In Ahlhorn nahmen Marian und Martin Schuppler sie vor. Sie fgten den schon reichlich abgestempelten Karten auch ihren Nachweis hinzu als Besttigung, dass die Oldtimer beim Dorfgemeinschaftshaus gewesen waren.

Die Strecke ist gut, das Wetter ist gut, zeigten sich die Opel-GT-Fahrer Rosenbrock und Knbel rundum zufrieden. Frher fuhren sie Rennen, jetzt ist ihnen die gemtliche Variante mit Kennenlernen von Land und Leuten und dem Kontakt zu anderen Oldtimerfans wichtiger.

Da muss man ganz schn aufpassen, um die Kontrollpunkte zu erwischen, meinte der Oldenburger Hans-Gert Feldtange ber die nicht einfache Strecke. Mit Stephan Sander war er in einem Jaguar XK 150, Baujahr 1959, unterwegs.

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