Unter Promis und Nobelkarossen (NWZ vom 13.09.2018)

Oldenburg /Westerstede Sie starten bei der größten Rallye Norddeutschlands für Oldtimer und Youngtimer: Eislauf-Olympiasiegerin Katarina Witt, Schauspieler Ralf Moeller, Rennfahrerin Ellen Lohr, Leopold Prinz von Bayern sowie Rennfahrer und Moderator Tim Schrick. Bei der Hamburg-Berlin-Klassik 2018, die vom 13. bis 15. September stattfindet, gehen 170 Oldtimer und Youngtimer an den Start. Diesmal wird die Rallye zu einer Nordsee-Tour: Die Route führt von Bremen über Ostfriesland, das Ammerland, Oldenburg und die Lüneburger Heide nach Hamburg. Im Starterfeld von Veranstalter „Auto Bild Klassik“ sind neben den bereits genannten Namen auch Sänger und Moderator Alexander Wesselsky und der siebenfache Deutsche Rallyemeister Matthias Kahle zu finden.

Macht auch als Co-Pilotin im Oldtimer eine gute Figur: die Eislauf-Olympiasiegerin Katarina Witt.

Am Freitag, 14. September, werden die Teilnehmer der elften Hamburg-Berlin-Klassik am Oldenburger Schloßplatz vorbei und später durch die Westersteder Fußgängerzone fahren. Am Schloßplatz wird um 9.20 aber lediglich eine Durchfahrtkontrolle passiert. Ein längerer Aufenthalt ist nicht vorgesehen.

Ein besserer Blick auf die schmucken Technik-Senioren bietet sich wenig später in Westerstede. Gegen 10.30 Uhr werden die Wagen auf dem Marktplatz erwartet. Zur Begrüßung erhält jeder Teilnehmer von den Wochenmarktbeschickern einen Apfel. Darüber hinaus gibt es ein kleines Infopaket und einen süßen Gruß vom Schokoladenhotel Voss. Um 10.45 schließlich erreichen die Fahrzeuge mit dem Flugplatz in Westerstede-Felde das Ziel der Freitags-Etappe. Dort besteht sich für Interessierte die Gelegenheit, sich die Garagenschätzchen genauer anzuschauen und mit den Fahrern ins Gespräch zu kommen, bevor es um 11.35 Uhr wieder auf die Strecke geht.

Auch ein Oldenburger ist dabei. Dr. Christian Schoch (65) geht mit seinem Vauxhall Special Dragon aus dem Jahr 1932 an den Start, einem von insgesamt nur etwa einem Dutzend Vorkriegs-Modellen im Teilnehmerfeld. „Damit bekommt man immer einen Startplatz wegen des Seltenheitswertes“, sagt Schoch. „Allerdings ist es auch schade, dass nur so wenig Vorkriegsmodelle teilnehmen. Denn das hat für die Zuschauer doch einen größeren Reiz als wenn er den x-ten Porsche 911 starten sieht.“ Dass so wenig Fahrzeuge aus dieser Epoche vertreten sind, liege am Termin, vermutet Schoch. „Es ist ein bisschen spät im Jahr, viele Oldtimer-Besitzer haben Angst, dass es da schon nass und kalt wird“, sagt er.

Mit seinem rüstigen Engländer war Schoch, der seit vier Jahren an Oldtimer-Rennen teilnimmt, im letzten Jahr zum ersten Mal bei der Hamburg-Berlin-Klassik dabei und belegte den 80. Platz. „Die ersten 50 Plätze holen in der Regel Teilnehmer, sie schon seit 20 oder mehr Jahren mitfahren“, sagt Schoch. „Wenn ich in diesem Jahr einen Platz zwischen 70 und 80 schaffe, wäre ich schon hochzufrieden.“

Artikel von NWZ-online: https://www.nwzonline.de/oldenburg/lokalsport/oldenburg-westerstede-oldtimer-unter-promis-und-nobelkarossen_a_50,2,1920663942.html