Na den Albert kennen wir doch … (NWZ vom 10.07.2017)

MOPED-TREFFEN IN ACHTERNMEER

Hier erzählen Mopeds Geschichte(n)

ACHTERNMEER„Das Interesse ist noch größer als in den Vorjahren“, freut sich Norbert Beenken von den Mopedfreunden Achternmeer. Zum 16. Mal hatte der Verein am Sonntag sein Moped-Treffen ausgerichtet, rund 160 Fahrzeuge aus dem gesamten Oldenburger Land und darüber hinaus konnten hier begutachtet werden.

Längst nicht nur ältere Besucher nutzten die Gelegenheit, am Dorfgemeinschaftshaus in Achternmeer in Erinnerungen zu schwelgen. „Die junge Generation entdeckt gerade ihr Interesse an diesen Mopeds und der unverwüstlichen Qualität, für die sie stehen“, erklärt Beenken.

Kreidler, Vespa, alte Mofas – sie alle stehen für das Lebensgefühl der Generation, die ihre Jugend in den 70er und 80er Jahren erlebt hat. „Wir hatten damals sogar einen Kreidler-Club – das war eine tolle Zeit“, erinnert sich Hans Korte aus Werlte, und in seinen Augen liegt ein Funkeln. Direkt daneben erzählen Motorräder aus der Vor- bis Nachkriegszeit Geschichte. Das älteste Modell: Ein D-Rad mit Beiwagen von 1925. Schon als Kind habe er sich für Motorräder begeistert, erzählt der stolze Besitzer Albert Böttjer aus Oldenburg. Rund 30 historische Motorräder hat er mittlerweile. „Das geht aber nur, weil meine Frau sich auch dafür interessiert“, lacht der 75-Jährige. Nach dem Krieg ging es für viele mit einem Fahrrad mit Hilfsmotor in die Umgebung. „Motorräder und Autos hatte damals kaum jemand“, weiß Rolf Kriebel aus Ocholt, der mit einem solchen Fahrrad Marke „Vaterland“ mit „Rex“-Motor zum Moped-Treffen gekommen ist.

Zum ersten Mal in diesem Jahr dabei waren die Ape-Fahrzeuge. Der dreirädrige Lieferwagen mit Vespa-Technik ist Italien pur – und so konnten die Besucher lernen, dass „Ape“ italienisch ist und „Biene“ heißt, im Gegensatz zur Vespa, der „Wespe“.