Unser Pico, er war immer ein Freund des MSCO (NWZ vom 31.07.2015)

Er ging unendlich optimistisch durchs Leben

Journalist Heinz „Pico“ Arndt in der Nacht zu Donnerstag im Alter von 67 Jahren gestorben

Fußballmanager Rudi Assauer und Box-Weltmeister Artur Abraham gehörten zu seinen Freunden. Im Alter von 67 Jahren ist der Oldenburger Journalist Heinz „Pico“ Arndt gestorben.

Oldenburg Heinz Arndt war seiner Zeit weit voraus: Er war ein freiberuflicher Lebenskünstler, der ein Gespür für Nachrichten, Menschen und Kontakte hatte. Er zählte zu den Autodidakten im journalistischen Beruf und kannte weit über Oldenburg hinaus viele Sportler, Politiker und Show-Talente. Aus manchen zunächst beruflichen Kontakten wurden über die Jahre Freunde: Dazu gehörten etwa Fußballmanager Rudi Assauer, Box-Weltmeister Artur Abraham und Entertainer Dixie Klaus Baumgart. Gemeinsam mit vielen Bekannten trauern sie jetzt um den 67-jährigen Journalisten, der in der Nacht zu Donnerstag nach mit großer Tapferkeit ertragener Krankheit verstorben ist.

Im Laufe der vergangenen Jahrzehnte hatte Arndt für mehrere Publikationen der Verlagsgesellschaft der Nordwest-Zeitung gearbeitet. Schwerpunkte waren besonders Berichte für die Stadtredaktion Oldenburg und für die Sportredaktion. Vor allem im Bereich Fußball verfügte „Pico“, wie ihn seine Freunde nannten, über großes Wissen und viele Kontakte, so dass er oftmals eine Nachricht als erster kannte und auch für das Fachmagazin „Kicker“ schrieb.

Freundschaften, wie etwa zu dem ehemaligen VfB-Präsidenten Klaus Berster oder zu dem aus Oldenburg stammenden früheren Bayern-Torwart Jörg Butt, hielten bei Heinz Arndt über Jahre, da alle seine Liebenswürdigkeit schätzten. So sagt etwa Stadtfestorganisator Reinke Haar: „Er war seinen Freunden gegenüber immer aufmerksam, loyal, und man konnte sich auf ihn verlassen.“ So freute sich Pico Arndt schon sehr auf das Stadtfest.

Er gehörte zu den unerschütterlichen Lebensoptimisten, die sich auch von schweren Krankheiten nicht unterkriegen ließen. Im Gegenteil. „Niemand hat ihn je jammern hören“, sagt etwa Helmut Fokkena (Bundesbahnsozialwerk), auf dessen Weidenfest Arndt vergangene Woche noch feierte. Beide kannten sich seit der gemeinsamen Grundschulzeit in Osternburg, wo Arndt tief verwurzelt war und lebte.

„Pico“ Arndt starb, wie er lebte: Wenige Stunden vor seinem Tod hatte er noch etwas geschrieben und in die Redaktion gemailt.

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