Flügeltürer startet in Varel (NWZ vom 17.04.2015)

Historik-Rallye am Sonntag auf dem Neumarktplatz

Zum ersten Mal findet eine Veteranen-Rallye in Varel statt. Der MSC Oldenburg organisiert sie mit dem ATC Varel zum Frühlingsfest.

Varel 53 Teilnehmer hat die erste Historik-Rallye des MSC Oldenburg und ATC Varel, die am Sonntag auf dem Neumarktplatz in Varel startet. Dazu werden Aberhunderte von Schaulustigen am Start erwartet.

114 Kilometer werden die Teilnehmer durch die Region fahren und zwei Sonderprüfungen erledigen, erläuterte MSC-Vorsitzender Heino Klostermann. Die eine Sonderprüfung findet ab 10.45 Uhr in Dangast am Strand statt. Die Fahrzeuge müssen dort auf der Betonstraße des städtischen Campingplatzes eine festgelegte Strecke in einer vorgegebenen Geschwindigkeit absolvieren. Es komme auf die exakte Zeit an, sagte Klostermann: „Rallye fahren heißt nicht schnell fahren“. Die andere Sonderprüfung findet am Nachmittag bei Maschal in Altjührden statt (ebenfalls ein Rundkurs).

Das älteste Fahrzeuge ist Baujahr 1953, das Spektrum der Teilnehmer reicht bis zum Youngtimer. Um 10.01 Uhr wird der Wagen mit der Startnummer 1 den Startbogen durchfahren. Dann folgen in kurzer Folge die weiteren Teilnehmer. 59 Helfer – gestellt vom MSC und vom ATC – sind an der Strecke tätig. Sie stempeln die Bordkarte der Teilnehmer ab. Orientieren müssen sich die Rallye-Teilnehmer anhand von Symbolen (so genannte Chinesen-Zeichen) und Skizzen. Der Teilnehmer mit der weitesten Anreise kommt aus Bergkamen, die anderen aus der Weser-Ems-Region.

Die Startnummer eins hat übrigens ein Opel Kadett aus den 60er Jahren, gefahren von Christin und Nils Bredemeier, die Sieger der letzten Graf-Anton-Günther-Rallye, ebenfalls veranstaltet vom MSC Oldenburg. Zu den Besonderheiten zählt MSC-Vorsitzender Klostermann einen Mercedes 300 SL (Flügeltürer), ein traumhaft schönes und sehr seltenes Auto der 50er und 60er-Jahre. Auch ein Volvo mit dem Spitznamen „Schneewittchensarg“ (Volvo P 1800) ist im Teilnehmerfeld.

Außerdem gibt es ein historisches Straßenwachtfahrzeug, das original restauriert für Werkstatthilfe sorgen wird.

Dank der Unterstützung der Vareler Autohändler und weiterer Sponsoren aus der Vareler Wirtschaft konnte das Geld gesammelt werden, das zur Realisierung der aufwendigen Veranstaltung notwendig ist: Immerhin 20 000 Euro muss der MSC aufbringen. „Wir haben zum Glück gute Unterstützung aus der Wirtschaft“, sagte Klostermann.

Gegen 16 Uhr werden die Teilnehmer auf dem Neumarktplatz zurückerwartet.

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