Rennfahrer besteht Härtetest auf Nordschleife (NWZ vom 25.03.2015)

Andreas Wempen aus Oldenburg gelingt starkes Debüt bei Rennen auf Nürburgring
Magnus Horn

Oldenburg Auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings hat der Oldenburger Andreas Wempen am Wochenende eine gute Platzierung bei der Rundstrecken-Challenge belegt. Im Zwölfer-Starterfeld der sogenannten V3-Klasse erreichte der 37-Jährige mit dem von seinem Team gestellten 180 PS starken Opel Astra bei seinem Debüt auf dem 20-Kilometer-Parcours Platz sechs.

„Es war gigantisch“, sagte Wempen, der erst seit 2013 offiziell Rennfahrer ist, zum Erlebnis auf der Nordschleife und fügte hinzu: „Von außen sieht es nicht so spektakulär aus, aber wenn man fährt, ist das der Wahnsinn.“ Das beschreibt die exakt 20,832 Kilometer lange Strecke, auf der unter anderem Steigungen bis zu 17 Prozent und Gefälle bis zu 11 Prozent zu bewältigen sind. Die langsamste Kurve werde mit 80 bis 90 km/h gefahren. Insgesamt mussten 15 Runden gedreht werden – Wempen absolvierte acht, sein Partner Mario Handrick aus Bonn sieben.

Die Bedingungen waren widrig: Von Sonne über Regen bis Schneefall war beim RCN-Rennen (Rundstrecken-Challenge Nürburgring) alles dabei. Es gab zahlreiche kleinere Unfälle und Ausflüge ins Kiesbett, von denen Wempen „zum Glück verschont“ blieb. Nach dem Start auf trockener Fahrbahn wurde im Team zwischenzeitlich überlegt, die aufgezogenen Slicks (Reifen ohne Profil) zu wechseln. Man entschied sich dagegen. „Das hätte zu viel Zeit gekostet, außerdem war das Auto noch gut zu fahren“, so Wempen.

Mit seinem Team, das ihn „super unterstützt“ habe, kann sich der Oldenburger auf ein weiteres RCN-Rennen am 12. April sowie den Auftaktwettbewerb beim 24-Stunden-Rennen Mitte Mai freuen. „Da wird richtig die Post abgehen“, freut sich Wempen schon auf die insgesamt wohl mehr als 50 000 Zuschauer.

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