Mitfahren für den guten Zweck (NWZ vom 19.05.2014)

Classic Days schließen mit Spenden-Aktion – Über 100 Fahrten verkauft

Die Einnahmen gehen an den Kinderschutzbund. Die Organisatoren sahen das gesamte Wochenende als großen Erfolg. Patrick Buck

Oldenburg Nicht nur gucken, sondern auch reinsetzen: Eine Mitfahrgelegenheit der besonderen Art bot sich Besuchern des Schlossplatzes am Sonntag. Zum Abschluss der Oldenburger Classic Days luden mehr als 40 Oldtimer-Besitzer dazu ein, gegen eine Spende an den Kinderschutzbund eine Runde als Beifahrer durch die Stadt zu drehen.

Classic Days: Mitfahren für den guten Zweck

„Das war richtig gut und viel gemütlicher als in den neuen Autos“, freute sich der neunjährige Dennis Jährling. Gerade hatte er eine Tour mit einem Lagonda Open Tourer 16/80 von 1933 hinter sich gebracht. Sein Begleiter Thomas Hagedorn zeigte sich ebenfalls begeistert: „Man merkt, dass so ein Auto Leben hat.“

Das Lob für sein Gefährt nahm der Berliner Besitzer gerne an. Er war extra noch einen Tag länger als ursprünglich geplant in Oldenburg geblieben, um die Classic Car Charity zu unterstützen. „Dass man gegen eine Spende mitfahren darf, kannte ich von anderen Oldtimer-Veranstaltungen noch nicht. Das ist eine tolle Idee“, fand Rüdiger Hochheim.

Der selben Meinung war natürlich Karin Kowalski vom Ortsverband Oldenburg des Deutschen Kinderschutzbundes. Die gesamten Einnahmen aus den mehr als 100 verkauften Fahrten werden dem T.u.Sch-Projekt für Kinder aus Trennungs- und Scheidungsfamilien zugute kommen, erklärte sie.

Sehr zufrieden mit der ersten Auflage dieser Mitfahrgelegenheit und der großen Bereitschaft, die Autos für einen guten Zweck zur Verfügung zu stellen, zeigte sich Karl-Heinz Engelmann vom Organisationsteam des Motor-Sport-Club (MSC) Oldenburg. Damit habe das Wochenende einen gelungenen Abschluss gefunden. Nahezu euphorisch fasste Johannes Hübner, Moderator und renommierter Oldtimer-Experte, seine Eindrücke zusammen: „Sensationell, die Veranstaltung hat Stil und Flair.“

Bereits am Freitagabend hatten die Classic Days mit dem 7. City Grand Prix begonnen. Vor zahlreichen Zuschauern waren 120 Auto-Klassiker durch die Innenstadt getourt (NWZ  berichtete). Am Sonnabend folgte auf dem Schlossplatz der Startschuss zur 21. Graf-Anton-Günther-Rallye. Auf zwei Strecken ging es von dort bis zu 220 Kilometer durchs Ammerland.

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Ankunft: Die Teilnehmer der Graf-Anton-Günther-Rallye trafen am Sonnabendabend bei Rosier an der Ammerländer Heerstraße ein.Bild: Martin Remmers 

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