Auto weckt Liebe auf ersten Blick (NWZ vom 14.08.2013)

Gustav und Laura Ahlers starten mit Mazda RX 7 bei Rallye
Die Böseler nehmen aus Spaß an der Rallye teil. Mit ihrem Oldtimer haben die beiden bereits 232 500 Kilometer zurückgelegt.
Lars Puchler   

Gustav und Laura Ahlers nehmen mit ihrem Mazda RX 7 an der Eisenstadt-Rallye 2013 teil.
CLOPPENBURG_FRIESOYTHE_4_951d522a-504a-446b-a06c-961bfe1b56f5--600x325              Bild: Lars Puchler

Friesoythe/Bösel Gustav Ahlers kann sich noch ganz genau an den Februar im Jahr 1984 erinnern. Zusammen mit seiner Frau Laura wollte sich der Oldenburger einen Sportwagen anschaffen. „Eigentlich sollte es ein Porsche sein. Da ist uns aber der Mazda RX 7 ins Auge gefallen. Es war so etwas wie Liebe auf den ersten Blick“, sagt Gustav Ahlers und lacht. Bis heute hat das Ehepaar, das nun in Bösel wohnt, seine Entscheidung für den Sportwagen mit Keilform und Wankelmotor nicht bereut. „In 25 Jahren war nie etwas Größeres an dem Wagen kaputt.“ Nun nimmt das Ehepaar an der Friesoyther Eisenstadt-Rallye teil, die am 14 September stattfindet.

Im Jahr 1998 fanden die beiden Oldtimer-Fahrer Gleichgesinnte und traten in den Mazda RX 7- Club Europa ein. Bis 2011 war der 69-jährige Ahlers sogar Vorsitzender des Clubs. „Wir sind mit unserem Mazda in vielen Teilen Europas gewesen. Vor allem die Clubtreffen in Italien, Kroatien oder der Schweiz und Österreich haben uns viel Spaß gemacht.“ Ein besonderer Höhepunkt war das eigens organisierte Treffen 2003 in Bösel.

232 500 Kilometer hat der weiße Sportwagen, dessen Wankelmotor bei 115 PS auf Geschwindigkeiten von bis zu 205 km/h beschleunigt, bereits hinter sich gebracht. In Deutschland sind nur noch 100 weitere Mazda RX 7 angemeldet. Auch deshalb ist Gustav Ahlers für den Notfall gerüstet: „Einen gewissen Satz an Ersatzteilen habe ich stets parat.“ In die Werkstatt würde er sein Schmuckstück nicht geben. Den meisten Mechanikern fehle die nötige Erfahrungen mit alten Autos, meint Ahlers. Da vertraut der Mazda-Fahrer lieber auf die Erfahrungen einzelner Clubmitglieder.

2. Eisenstadt-Rallye

Die 2. Eisenstadt-Rallye findet in diesem Jahr am Sonnabend, 14. September, um 16 Uhr statt.

Im vergangenen Jahr fuhren 80 Wagen in verschiedenen Klassen um den Wanderpokal.

Die Strecke umfasst einen 50 Kilometer langen Kurs außerhalb von Friesoythe. Zunächst fahren die Teilnehmer mit ihren Oldtimern jedoch vier Runden auf einem 1250 Meter langen Rundkurs. Danach beginnt eine Tour über die Dörfer Richtung Gehlenberg und Mittelsten-Thüle. Zum Abschluss geht es für die Fahrer wieder auf den Rundkurs in der Innenstadt.

Ziel ist es möglichst genau 30 km/h zu fahren, um vorgegebene Zeiten zu erreichen.

An der Eisenstadt-Rallye nehmen Gustav und Laura Ahlers aus Spaß teil. „Uns geht es nicht ums Gewinnen. Wir freuen uns besonders auf die Autos, Fachgespräche und den Erfahrungsaustausch mit den anderen Oldtimer-Fahrern.“

Auch an sein erstes Auto kann sich der 69-Jährige noch gut erinnern. Damals fuhr er einen Fiat 850 Special. „Den Wagen bekommt man wahrscheinlich auch nirgendwo mehr her. So gesehen wäre auch der heute ein Oldtimer“, sagt Ahlers lachend. Und so schließt sich der Kreis.