Oldtimer touren für die gute Sache (Hunte Report vom 17.11.2012)

 Oldtimer touren für die gute Sache

Von Lutz Rector

 

Zweimal im Jahr treffen sich die Oldtimer-Fans zu gemeinsamen Ausfahrten, in deren Rahmen Geld für einen guten Zweck ge- sammelt wird. Foto: pv

 

Oldenburg.Oldtimer sind die große Leidenschaft von Herbert Reckemeyer. Und damit steht er nicht alleine. Im Motorsportclub Oldenburg (MSC0), dem er seit vielen Jahren angehört, trifft er regelmäßig mit vielen Gleichgesinnten zusammen. Er organisiert Veranstaltungen und Ausfahrten. Weil aber längst nicht alle Oldtimer-Fans dem MSCO angehören, hat er vor fünf Jahren marken- und clubfreie Touren ins Leben gerufen – inzwischen sogar für den guten Zweck.
Diese Oldtimer-Ausfahrten, jeweils zwei pro Jahr, finden zwar nominell unter dem Dach des MSCO statt, sind aber tatsächlich nicht an den Verein gebunden.  Natürlich gehörten auch weiterhin die meisten Teilnehmer dem MSCO an, aber eben längst nicht alle.  „Ausfahrspaß für alle Oldies mit entsprechenden Autos“ wird hier geboten. Unser  Ein- zugsgebiet umfasst heute einen Radius von gut 100 Kilometern rund um Oldenburg, weiß der Organisator.
Waren es anfangs „nur“ wenige Fahrzeuge, die sich den Touren anschlossen, hat sich diese Zahl innerhalb der vergangenen fünf Jahre vervielfacht. „40 Autos sind aber auch wirklich eine Schmerzgrenze, mehr lassen sich nicht bändigen“, schmunzelt Reckemeyer. Das liege unter anderem auch daran, dass längst nicht alle Fahrer Kolonnenerfahrung hätten und somit das Teilnehmerfeld immer wieder auseinanderrissen. „So ist eine entspannte Ausfahrt natürlich nur schwer möglich. Und genau darum geht es ja!“
Die Oldtimer-Enthusiasten wissen die in Oldenburg  geplanten Touren zu schätzen. „Werbung müssen wir nicht machen. Die meisten Teilnehmer fragen immer schon nach dem nächsten Termin. Außerdem sprechen  sich unsere Fahrten natürlich auch in der Szene herum“, sagt Reckemeyer. Gerade die Auswärtigen würden regelrechte Opfer, sprich weite Anfahrten und damit verbundene (Benzin)Kosten in Kauf nehmen, um dabei sein zu können.
Stolz ist der Organisator auf die große Markenvielfalt, die er als Kolonnenführer regelmäßig im Rückspiegel seines Mercedes 280 SL sehen kann. „Wir hatten sogar schon einmal einen Bentley dabei.“ Auch der aus den James Bond-Filmen bekannte Aston Martin reihte sich häufiger ein, nicht „in der aufgemotzten Version, sondern als absolutes Original!“ Von A wie Aston Martin bis Z wie Zündapp waren schon fast alle Marken vertreten.
Auf Startgeld wird bei den Touren verzichtet. Stattdessen geht der Initiator mit einer historischen Sammelbüchse herum, um freiwillige Zahlungen für einen guten Zweck einzuwerben. Der erste Scheck in Höhe von 1.500 Euro ist für das ambulante Kinderhospiz in Oldenburg bestimmt. Spätestens im Mai 2013 fließt dann frisches Geld in die Benefiz-Kasse, denn dann findet die nächste Ausfahrt statt. Gespendet werden darf natürlich immer …