Oldenburger Motorsportler liegen gut im Rennen (NWZ vom 07.12.2011)

Oldenburger Motorsportler liegen gut im Rennen

Adac-Logan-Cup Team siegt bei Deutscher Amateur-Tourenwagen-Meisterschaft

Freuten sich über den Erfolg (von links): Volker von Kiedrowski, Hilmar Pape, Cord Lohmann, Helge von Kiedrowski, Norman Strecker und Jan von Kiedrowski am Ende der Rennserie um den ADAC-Logan-Cup. BILD: Tino Konrad

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Oldenburg – Enge Duelle, harte Zweikämpfe, „Lackaustausch“: Bei der Deutschen Amateur-Tourenwagen-Meisterschaft um den ADAC-Logan-Cup ging es wieder hoch her. Der Motor-Sport-Club Oldenburg (MSCO) schickte zwei Fahrzeuge ins Rennen – mit Erfolg. Das Gespann Jan von Kiedrowski und Norman Strecker holte den Cup. Volker und Helge von Kiedrowski (Vater und Sohn) wurden am Ende Sechste.

Von Mitte März bis Ende November umfasste die Saison neun Läufe. Es nahmen 20 Teams aus ganz Deutschland teil.

Der ADAC-Logan-Cup läuft seit 2006 als klassische Clubsport-Rennserie unter Federführung des ADAC Weser-Ems. Ausgetragen wird der Tourenwagen-Cup, in dem ausschließlich baugleiche, speziell für den Motorsport umgebaute Dacia Logans fahren, schwerpunktmäßig auf der Rundstrecke in Oschersleben bei Magdeburg, auf der auch die Deutsche Tourenwagenmeisterschaft (DTM) unterwegs ist. Aber auch andere Rennstrecken, wie in diesem Jahr der Eurospeedway-Kurs in der Lausitz, gehören zu den Austragungsorten.

Gefahren werden einstündige Rennen, denen Trainingsläufe und ein Qualifying vorausgehen. Dabei wechseln sich zwei Fahrer zur Rennmitte in einem fest vorgeschriebenen Boxenstoppfenster ab. Alles in allem ein ähnlicher Ablauf wie bei den „Großen“.

Für Norman Strecker (45), geschäftsführender Gesellschafter des Oldenburger Markisenherstellers Nova Hüppe, und Jan von Kiedrowski (33), der mit seinem Vater das Ingenieurbüro von Kiedrowski führt, ging die Saison furios mit drei Siegen in Folge los.

Beim Finallauf konnten mit ihnen dann nur noch ein Team aus Hamburg und eines aus Berlin den Meistertitel erringen. Am Ende kam es zur kuriosen Situation, dass alle drei Kontrahenten mit 317 Zählern punktgleich waren. Da im direkten Vergleich die Anzahl erster, zweiter, dritter Plätze usw. zählt, gewannen die Oldenburger letztlich aufgrund eines vierten Ranges mehr als die Verfolger die Meisterschaft.

Neben dem Dank an die vielen helfenden Hände vom MSCO und der Truppe um die Teamchefs Hilmar Pape und Cord Lohmann erinnerten die beiden Cup-Meister besonders an den 2009 verstorbenen, langjährigen Sportleiter des MSCO, Wilfried Fasting. Denn er war nicht nur ein entscheidender Mitinitiator des ADAC-Logan-Cups, sondern in besonderem Maße Förderer und Mentor von Strecker und von Kiedrowski.