Oldtimer rollen durch Innenstadt (NWZ vom 18.05.2011)

Oldtimer rollen durch Innenstadt

City Grand Prix 125 historische Fahrzeuge gehen Freitag an den Start

Gut gesichert: Strohballen und Gitter schützen die Zuschauer beim City Grand Prix. BILD: Archiv

Am Freitag um 19.30 Uhr fällt der erste Startschuss. Bis Mitternacht rollen die 125 Fahrzeuge dann bei zwei Wertungsläufen durch die Innenstadt.


von Jasper Rittner

Oldenburg – Oldtimer-Veranstaltungen gibt es in Deutschland viele. Die wohl ungewöhnlichste findet am kommenden Freitag in Oldenburg statt. Bereits zum fünften Mal wird der City Grand Prix gestartet – ein „Oldtimer-Rennen“ mitten durch eine Innenstadt. Und in diesem Jahr führt die Strecke noch mehr durch die Fußgängerzone als bei den bisherigen Auflagen (siehe Text unten).

„Oldenburg ist nicht nur eine Fahrradstadt, sondern auch eine Oldtimer-Stadt“, meint Organisator Helmut Jordan. Er veranstaltet den Grand Prix mit dem Motorsportclub Oldenburg (MSCO) und dem Autohaus Rosier. „In den vergangenen Jahren hat immer alles wunderbar geklappt, und die Menschen waren begeistert“, sagt Jordan. Das liegt auch daran, dass in den engen Gassen der Fußgängerzone ein striktes Tempolimit gilt. Schneller als Tempo 10 darf dort kein Teilnehmer fahren. Erst auf den Wällen dürfen die Fahrer aufs Gas treten. Dort ist eine Durchschnittsgeschwindigkeit von Tempo 50 erlaubt.

Wie in den Vorjahren gewinnt bei dem Oldtimer-Rennen nicht der Schnellste, sondern der, der am dichtesten an die vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit kommt. In mehreren Lichtschranken werden die Zeiten der Fahrzeuge gemessen. Deshalb ist die Rolle des Co-Piloten ebenso wichtig wie die des Fahrers. Denn wer gewinnen will, muss in den Sektoren die Zeiten auf die Zehntelsekunde genau stoppen.

Die Zuschauer werden also keine Positionskämpfe wie bei anderen Autorennen verfolgen können. Dafür rollen in Oldenburg mehr als 85 Jahre Automobilgeschichte durch die Straßen.

Neben kostbaren Vorkriegs-Modellen von Bentley bis Hanomag sind vor allem klassische Sportwagen aus den 1960er und 1970er Jahren am Start. Porsche, Mercedes, Alfa, Lancia, BMW sowie jede Menge englische Roadster können die Besucher bestaunen. Zudem gibt es eine Gruppe von Ferrari-Liebhabern, die u.a. mit noch relativ jungen Raritäten nach Oldenburg rollt. Doch nicht nur Besitzer von Nobel-Fahrzeugen haben gemeldet. Zum Grand Prix in Oldenburg gehören auch Enten, Käfer oder Ford Capris.