Mit Zwischengas und Winkern in der Fußgängerzone (NWZ vom 25.05.2010)

Mit Zwischengas und Winkern in der Fußgängerzone
City Grand Prix Für NWZ-Team reicht es nur zu einem hinteren Platz – Tolle Stimmung an der Strecke

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Wir geben Gas, wir haben Spaß: In die Gaststraße war nur Tempo 13 erlaubt – sonst drohte der Radar-Blitz. BiLD: von Reeken

Die NWZ? war mit einem Opel P 2000 am Start. Für uns war der Spaß wichtiger als eine vorderere Platzierung.

von Jasper Rittner

Oldenburg – Links ein unbezahlbar teurer Bugatti, rechts ein perfekt restaurierter BMW von 1938 – und wir in der Mitte. Mit einem alten Opel. Der Startplatz beim City Grand Prix kann sich also sehen lassen.

Aber mit Glück oder Zufall hat unsere Position gegenüber der Startrampe nicht viel zu tun. Die Autos werden nach Alter platziert. Baujahr 1936 bedeutet Startnummer zehn und jede Menge neugierige Blicke. Denn dass es sich bei der schneeweißen Karosse um einen Opel handelt, erkennen nur echte Experten auf einen Blick.

Auf jeden Fall fallen wir auf mit unserem 23-PS-Gefährt. Porsche oder Mercedes gibt es hingegen dutzendweise.

Viele Beifahrer haben Stoppuhren dabei, einige sogar mehrere. Wer auf der Oldenburger Grand-Prix-Strecke siegen will, muss möglichst exakt die Durchschnittsgeschwindigkeit von 28 km/h einhalten. Und er darf an einigen Sektoren auch nicht zu schnell sein. “In der Gaststraße steht ein Radar, dort ist nur Tempo 13 erlaubt”, ermahnt uns der MSCO-Vorsitzende Heino Klostermann.

Für uns  und unseren beim Wardenburger Gasthaus “Zum Tüdick” geliehenen Opel ist aber dabei sein alles. “Hauptsache nicht Letzter werden”, meint unser Fahrer, NWZ -Anzeigenverkaufsleiter Torsten Hillje. Dann geht es los. Wir stoppen mit unseren Handy-Uhren die Zeit. Was nicht sonderlich gut funktioniert. Also einfach immer hinter dem Vordermann her.

Sofort tut sich eine Lücke auf. Der Bugatti hat nur einmal beschleunigt. Am Kasinoplatz ist eine Zeitnahme, dort haben wir ihn wieder. Und dann geht es an voll besetzten Lokalen und winkenden Menschen vorbei durch die Fußgängerzone. Wir werden besonders bejubelt. Denn unser Opel hat noch Winker (neben nachgerüsteten Blinkern). Und die sehen eingeschaltet ziemlich lustig aus.

Auf dem Wall können wir kurz Gas geben. Dann geht es gleich wieder auf die nächste Runde. 30 Sekunden zu schnell, zeigt das Handy von Großkundenberater Oliver Busche an, Anzeigenchef Bodo Bauer sieht uns hingegen genau in der Zeit. Und Hillje hat genug zu tun mit Zwischengas und der hakeligen Schaltung. Nach der dritten Runde geht´s zurück ins Fahrerlager. Später folgt der zweite Wertungslauf.

Und wir sind zufrieden: 107. von 125 Teilnehmern, Platz acht bei den Vorkriegsfahrzeugen  und sogar noch vor einem Bugatti.

Oldtimer übernehmen Straßen (NWZ vom 22.05.2010)

City Grand Prix Ab 16 Uhr Straßen und Plätze gesperrt

oldenburg – An diesem Sonnabend rollen zum City Grand Prix in der langen Nacht der Oldtimer 120 historische Fahrzeuge durch die Stadt. Dafür werden etliche Straßen und Parkplätze gesperrt  und zwar folgende:

Ab 16 Uhr darf auf den Parkplätzen am Schloßßplatz und am Kasinoplatz nicht mehr geparkt werden.

Ab 18.30 Uhr wird der Schloßwall zur Einbahnstraße. Zwischen Roonstraße und Elisabethstraße ist er nur noch in Richtung Amalienbrücke befahrbar. Die Gegenrichtung bleibt bis Ende des Rennens komplett gesperrt. Das gilt auch für den Busverkehr und für Radfahrer. Besucher des Grand Prix können z.B. das Kaufhof-Parkhaus benutzen. Aus dem Stadtsüden ist die Anfahrt aber nur über Festungsgraben und Amalienstraße möglich.

Ab 19.15 Uhr starten die Oldtimer am Prinzenpalais. Über den Paradewall geht es vorbei am Schloss und am Rathaus entlang zur Gaststraße. In der Fußgängerzone gilt für die Autos Tempo 20. Auf dem Schloßwall geht es dann zurück. In zwei Wertungsläufen fahren die Teilnehmer jeweils drei Runden.

Ab etwa 23.30 Uhr werden nach Ende des Rennens die Sperrungen wieder aufgehoben. Die Siegerehrung ist für 23.45 Uhr am Prinzenpalais geplant.

Falls sich das Rennen verzögert, verschiebt sich der Zeitplan nach hinten.

NWZ gibt Gas (NWZ vom 22.05.2010)

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Ein Platz unter den ersten zehn ist dem NWZ? -Team beim Oldenburger City Grand Prix an diesem Sonnabend schon mal sicher. Denn: In der Kategorie 1, Vorkriegsautos, sind nur neun Wagen am Start. Ohnehin hat das Team aus Anzeigenabteilung und Redaktion mit Torsten Hillje, Oliver Busche, Bodo Bauer und Jasper Rittner nur olympische Ambitionen – dabei sein ist alles. Wir verzichten also auf Stoppuhren und Bordcomputer. Der Opel P4 von 1936 wird ausschließlich nach Tachoanzeige und Gefühl durch die Oldenburger Fußgängerzone gesteuert. In der Hoffnung, dabei halbwegs bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 28 km/h zu landen. 120 Oldtimer sind beim City Grand Prix ab kurz nach 19 Uhr am Start. Es gewinnt, wer möglichst genau mit Tempo 28 durch die Gassen fährt.