Fahrt aufs Podest dank Stoppuhr und Präzision (NWZ vom 02.06.2009)

CITY GRAND PRIX NWZ-Gewinner Horst Büsing belegt als Beifahrer 3. Platz – Pokal als Erinnerung

BildErfolgreiches Duo: NWZ-Gewinner Horst Büsing (li.) und Peter Icken fuhren gemeinsam aufs Podest /Bild: Patrick Buck

OLDENBURG – Als Gewinner aufs Siegerpodest: Glück hatte Leser Horst Büsing, als er bei der NWZ-Verlosung die Mitfahrt in einem der Oldtimer beim 3. Oldenburger City Grand Prix gewann. Sein Können verhalf ihm zu einer weiteren Ehre. Als Beifahrer lotste er Grand-Prix-Teilnehmer Peter Icken so geschickt durch den Parcours, dass das Duo mit dem dritten Platz in der Klasse 2 (Baujahr 1946 bis 1960) belohnt wurde.

„Wahnsinn, ich bin total begeistert“, freute sich der 71-Jährige über den unvergesslichen Abend. „Und dass wir auch noch ausgezeichnet werden, hätte ich nicht für möglich gehalten.“

Mit Stoppuhren ausgerüstet, achtet Büsing darauf, die Streckenabschnitte in einer bestimmten Zeit abzufahren, um so die vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 Kilometern pro Stunde einzuhalten. Nur dank seiner präzisen Anweisungen war der Erfolg möglich, da der Fahrer sich natürlich nur aufs Fahren konzentrieren konnte. „Das hat er großartig gemacht“, lobte Peter Icken daher seinen Beifahrer.

Doch natürlich war der Erfolg auf der Strecke nicht das wichtigste. Schon die Fahrt in einem Klassiker, einem Mercedes-Benz 180a „Ponton“ aus dem Jahr 1957, wird Büsing noch lange im Gedächtnis bleiben. „Ich kannte den Wagen ja schon, als er noch neu war“, erinnerte er sich.

Auch der Spaziergang durchs Fahrerlager gefiel dem Autoliebhaber sehr. „Für Oldtimer habe ich mich schon immer interessiert“, erzählte Büsing. Früher fuhr er selbst einen Fiat Topolino Baujahr 1953. Später konnte er diese Leidenschaft nicht mehr selbst verfolgen, hielt aber natürlich stets die Augen nach schönen alten Autos offen. Der City Grand Prix ist für ihn daher immer Höhepunkt des Jahres. Dann stand Büsing an der Strecke oder sah sich die Starts an. In diesem Jahr nahm er nun die Teilnehmer-Perspektive ein.

Dass er diesen Tag nicht vergisst, dafür hat Horst Büsing mit dem Podestplatz selbst gesorgt. Der Pokal bekommt nun einen Ehrenplatz. Auch eines der Teilnehmer-Schilder, die an jedem Auto befestigt waren, bekam er mit nach Hause. In nächstem Jahr ist er dann wieder als Zuschauer dabei – es sei denn, jemand sucht einen guten Beifahrer. „Wenn es die Möglichkeit gibt“, so Büsing, „fahre ich gerne wieder mit.“

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