“Das gibt es nur in Oldenburg” (NWZ vom 21.05.08)

Gespräch mit Heino Klostermann, 1. Vorsitzender des Motor-Sport-Club Oldenburg, über die Organisation des City-Grand-Prix.

Von Jasper Rittner

heino_21_05_08.jpgFrage: Herr Klostermann, ein Autorennen mitten in der Fahrradstadt Oldenburg – wie passt das?

Klostermann: Das passt ganz hervorragend. Im vergangenen Jahr hatten wir bei der Premiere 15 000 Zuschauer. Und auch die Teilnehmer waren von der Veranstaltung so angetan, dass sich eine Wiederholung geradezu aufgedrängt hat. Auch die Zusammenarbeit mit Stadt und Polizei ist perfekt. Übrigens: Wir fahren ja kein Rennen, sondern es geht darum, möglichst exakt die Durchschnittsgeschwindigkeit von 30 km/h zu erreichen.

Frage: In diesem Jahr ist das Teilnehmerfeld auf 120 Fahrzeuge gewachsen. Es kommen sogar Fahrer aus dem Ausland. Warum?

Klostermann: Einen Oldtimer Grand Prix gibt es nirgendwo sonst in Deutschland in einer historischen Innenstadt. Das macht den ganz besonderen Reiz unserer Veranstaltung aus. Und zwar für Fahrer und Zuschauer. Die Besucher können nicht nur die ausgestellten Wagen im Fahrerlager betrachten, sie sehen sie auch live bei mehreren Runden durch die Innenstadt. Diese Atmosphäre gibt es nur in Oldenburg.

Frage: Wie sind Sie auf die Idee gekommen?

Klostermann: 2006 waren wir bei einer Oldtimer-Rallye in Schleswig-Holstein. Da gab es eine Sonderprüfung mit einer kurzen Schleife durch die Möllner Altstadt. Das hat mich so beeindruckt, dass die Idee des City-Grand-Prix geboren wurde.

Gespräch mit Heino Klostermann, 1. Vorsitzender des Motor-Sport-Club Oldenburg, über die Organisation des City-Grand-Prix.

Innenstadt wird Oldtimer-Piste (NWZ vom 21.05.08)

CITY GRAND PRIX Historische Fahrzeuge rollen wieder durch die Fußgängerzone

nwz_21_05_08.jpgAufstellung zum Start: So hautnah wie bei diesem BMW im vergangenen Jahr werden Oldtimer-Fans auch diesmal wieder vor der Startaufstellung dabei sein können. Entlang der Strecke gibt es allerdings Absperrgitter. BILD: JORDAN
BEI GUTEM WETTER WERDEN MEHR ALS 15 000 BESUCHER ERWARTET. DER EINTRITT IST KOSTENLOS.

VON JASPER RITTNER

OLDENBURG – Die Premiere vor einem Jahr war ein Riesenerfolg: Am Freitag, 30. Mai, startet die zweite Auflage des Oldenburger City Grand Prix. Diesmal mit noch mehr historischen Fahrzeugen auf einer verlängerten Strecke.

„Durch die Bauarbeiten am Berliner Platz haben wir die Strecke etwas umgestalten müssen. Nun wird eine Hälfte durch die Fußgängerzone und eine Hälfte über den Schloßwall führen“, sagt Organisator Helmut Jordan. 120 Fahrzeuge der Baujahre 1929 bis 1982 sind am Start – viele historische Porsche, Mercedes, MG, Jaguar, Alfa oder Rolls Royce.

Auch fünf echte Rennsport-Raritäten werden in der Innenstadt zu bestaunen sein. So wird einer von weltweit nur noch sieben DKW Formel Junior (Baujahr 1954) u.a. gegen einen BMW F 505 (Baujahr 1950 und Teilnehmer beim damaligen Großen Preis von Deutschland) um den Sieg in der Klasse M kämpfen.

In fünf weiteren Wertungsklassen sind die Fahrzeuge nach ihrem Alter einsortiert. Die ältesten starten zu Beginn der Veranstaltung (ab 20.30 Uhr). Die jüngeren folgen im Abstand ihres Baujahrs. Neben echten Exoten finden sich daher auch noch nicht so alte Klassiker wie eine Ente, ein Ford Capri oder ein Opel Kadett im Feld.

Das Rahmenprogramm beginnt bereits nachmittags, wenn ab 16 Uhr die ersten Fahrzeuge in die Fahrerlager am Schloßplatz und am Berliner Platz rollen. Dort können alle Besucher die Autos besichtigen. Auf dem Schloßplatz gibt es zudem Live-Musik von den Olaf-King-All-Stars sowie eine Gourmet-Meile mit Spezialitätenständen der Restaurants Altera, Bestial und Klöter. Gestartet wird auf dem Rathausplatz von einer Rampe. Dort sind dann weitere Bier- und Bratwurst-Buden aufgebaut.

„Wenn das Wetter mitspielt, rechnen wir mit über 15 000 Zuschauern an der Strecke“, sagt Jordan.