Monaco-Flair in der Innenstadt (NWZ vom 06.06.2007)

Monaco-Flair in der InnenstadtOLDTIMER-GRAND-PRIX Historische Autos fahren Rennen durch die City
Oldenburg – Das lteste Auto ist 79 Jahre alt. 85 Teams gehen am Freitag an den Start.

Von Jasper Rittner

Die lteste Fugngerzone Deutschlands wird zur Rennstrecke: Zumindest durch einen Teil der City donnern am Freitag 85 Motorsportteams mit ihren Autos.

Ein wenig klingt das nach Grand Prix von Monaco. Doch keine Angst: Hier rasen keine Rennwagen mit Tempo jenseits der 200 rund ums Schloss. Beim ersten Oldenburger City-Grand-Prix gehts beschaulich zu. Die Hchstgeschwindigkeit spielt keine Rolle, es geht um Gleichmigkeit, sagt Heino Klostermann, Vorsitzender vom Motorsportclub Oldenburg.

An drei Punkten auf dem 1000 Meter langen Rundkurs sind Lichtschranken installiert. Die Fahrer mssen zwischen den einzelnen Messpunkten vorher exakt festgelegte Zeiten fahren, erlutert Klostermann. Wer zu schnell oder zu langsam fhrt, bekommt Strafpunkte. Im Durchschnitt fahren die Teilnehmer etwa Tempo 30, sagt Klostermann.

85 Teams haben sich bisher zu dem Rennen angemeldet. ltestes Auto ist ein Austin Seven von 1928. Die Mehrheit stellen Nachkriegsfahrzeuge. Vor allem jede Menge historische Modelle von Porsche und Mercedes sind am Start. Darunter auch automobile Raritten wie 300 SL Flgeltrer oder Jaguar E-Type.

Doch nicht nur Luxusfahrzeuge treten beim Oldenburger Grand Prix an. Auch ein Enten-Fahrer gibt mit seinem 2CV von 1973 Gas. Und auch ein guter, alter Opel Kadett darf sich am Klassiker-Rennen beteiligen.

Organisator Helmut Jordan hofft zum Auftakt auf gutes Wetter. Dann knnten wir 10 000 Besucher haben. Die knnen brigens auch whrend des Rennens ber vier Fugngerschleusen aus der City in den Innenbereich (Schlossplatz, Rathausmarkt) und zurck wechseln. Im ffentlichen Fahrerlager gibt es eine Bhne, Musikprogramm und eine Reihe von Gastronomiestnden. Und: Anders als im Frstentum Monaco kostet der Oldenburger Grand Prix keinen Eintritt.