Archiv für April, 2007

Im 18-Tonner auf den Millimeter einparken (NWZ vom 30.04.2007)

Montag, 30. April 2007

foto-nwz-300407.jpgGucken, ob’s passt: NWZ-Mitarbeiterin Jantje Ziegeler beim Rangieren von 430 PS und 18 Tonnen. BILD: PHILIPP HERRNBERGER

Im 18-Tonner auf den Millimeter einparken
FAHRERTURNIER Motorsportclub Oldenburg veranstaltet Turnier für Lastwagen und Busse, 86 Teilnehmer aus dem gesamten norddeutschen Raum bewiesen ihr Können beim Fahrer-Turnier. Die NWZ machte den Selbstversuch.

von Jantje Ziegeler
OLDENBURG – Meinen Führerschein habe ich in einer Mercedes A-Klasse gemacht, das lief alles prima und ich fahre gerne Auto. Der Wagen, in den ich mich jetzt setze, ist auch ein Mercedes. Nur ein bisschen größer und schwerer.

Mit leicht wackligen Knien klettere ich auf den Fahrersitz des Lasters (gut, dass ich meine High-Heels zu Hause gelassen habe). Ach du liebe Zeit, den soll ich fahren? Okay, durchatmen und die Kupplung kommen lassen (erschwerender Faktor: Ich fahre seit Jahren Automatik). Der Laster rollt zwar auch los, aber rückwärts?! „Wir stehen in der Schräge“, beruhigt mich mein Beifahrer Daniel Mach vom Motorsportclub Oldenburg (MSCO).

Gleichzeitig unterstützt er mich beim Manövrieren, denn ich soll ja nicht nur einfach fahren, sondern auch noch spezielle Aufgaben des Parkours bestreiten; dazu zählt u.a. das Öffnen eines Bügeltores mit dem linken vorderen Blinklicht. Der Spielraum ist minimal, sonst ist die Aufgabe nicht erfüllt. Es gelingt mir tatsächlich. Punkterichter Benjamin (Daniels Sohn) gibt ein Okay, ich bin zufrieden.

Die Profis allerdings spielen in einer ganz anderen Liga. Sie mänovrieren und rangieren mit Lastzügen als wären es kleine Smarts. Beim 20. MSCO-Fahrer-Turnier kämpften am Wochenende auf dem Parkplatz der EWE 86 Teilnehmer in den Klassen 25 Tonnen Solo-Laster, Bus, Sattelzug (18 Tonnen) oder 7,5-Tonner-Lkw um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft. Gleichzeitig gab es einen Sonderlauf für die Norddeutsche Meisterschaft mit einem Gliederzug (Zugmaschine mit Anhänger).

Hartmut Logemann, 45-jähriger Berufskraftfahrer aus Ahlhorn, nimmt zum einen im Sattel-, zum andern im Gliederzug teil. Sonst hat er immer im 25 Tonnen Solo-Lkw teilgenommen, aber nachdem er von 2004-2006 Weltmeister in dieser Disziplin war, hat er umgesattelt.

Doch es ging nicht nur um perfektes Rangieren, auch theoretisches Wissen gab Wertungspunkte.

Gesamtsieger wurde Diether Sahling aus Norderstedt.

Perfekt eingeparkt in die alles andere als großzügig bemessene Parkfläche habe ich meinen Brummi zum Abschluss übrigens auch (als Frau!). Aber ich durfte auch vorwärts reinfahren.

Ergebnislisten vom 28./ 29. April 2007

Millimeterarbeit mit Lastwagen (NWZ vom 26.04.2007)

Donnerstag, 26. April 2007

Millimeterarbeit mit Lastwagen
MOTORSPORT Zum Fahrsicherheits-Turnier werden bis zu 100 Teilnehmer erwartet
Berufskraftfahrer treten zum Turnier an. Es geht um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft.

VON HEINZ ARNDT
KREYENBRÜCK – Der Wettbewerb hat Tradition, der Austragungsort ist neu: Der Motor Sport Club Oldenburg (MSCO) veranstaltet am Sonnabend und Sonntag, 28. und 29. April, sein 20. Fahrsicherheits-Turnier. Erstmals ist der Parkplatz der EWE AG in Kreyenbrück an der Straße An der Kolckwiese (hinter den Gebäuden der EWE TEL, Cloppenburger Straße) Ort des Geschehens. Der Umzug des Wettbewerbs vom Gelände des Nutzfahrzeugzentrum Rosier an der Bremer Heerstraße erfolgte laut MSCO aus betriebstechnischen Gründen.

Die Veranstaltung beginnt an beiden Tagen um 10 Uhr und endet am Sonnabend in den Abendstunden sowie am Sonntag gegen 17 Uhr mit der Siegerehrung. Erwartet werden wieder 80 bis 100 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet. In vier Klassen geht es um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft der Bundesvereinigung der Berufskraftfahrer-Verbände.

Die Teilnehmer müssen in ihrer Klasse (Solo-LKW 25 Tonnen, Bus, Sattelzug oder Kleinlastwagen bis 7,5 Tonnen) ihr Können auf einem Parcours mit 16 fahrtechnischen Aufgaben zeigen. In einem Sonderlauf zur Norddeutschen Meisterschaft geht es mit einem Gliederzug (Zugmaschine mit Anhänger) an den Start. Vor den praktischen Aufgaben auf dem Parcours wird dem Teilnehmer noch sein Wissen über Ladungssicherung, Straßenverkehrsordnung und Erste Hilfe abgefragt. Hier gibt es keine Strafpunkte wie auf dem Parcours sondern Pluspunkte allein für die Teilnahme.

Zuschauer können beobachten, wie die Fahrer auf dem Parcours Millimeterarbeit leisten. Im mobilen Café werden Getränke angeboten.

foto-nwz-260407.jpgMaßarbeit: Für die Wertung zählt jeder Millimeter. Darauf achtete beim Turnier im vergangenen Jahr Rona Meisner vom MSCO. BILD: TORSTEN VON REEKEN

Mitten in der Innenstadt: Ein Jaguar jagt den Alfa (NWZ vom 02.04.2007)

Montag, 02. April 2007

Mitten in der Innenstadt: Ein Jaguar jagt den Alfa

OLDTIMER-RENNEN Erster Oldenburger City-Grand-Prix am 8. Juni mit 120 Autos

OLDENBURG/HAR – Grand Prix Feeling mitten in der Innenstadt: Am Freitag, 8. Juni, feiert der 1. Oldenburger City- Grand-Prix Premiere. Auf einem ca. 1000 Meter langen Rundkurs werden schmucke Oldtimer-Fahrzeuge mehrere Runden nach Sollzeit absolvieren. Los geht’s um 20.30 Uhr.

Schon jetzt verzeichnet die Veranstaltergemeinschaft mit Motor-Sport-Club Oldenburg, Autohaus Rosier und Jordan Mediengestaltung eine große Resonanz, über 50 Anmeldungen liegen vor. Am Start sind u.a. solch bemerkenswerte Autos wie Alfa Romeo (Baujahr 1957), BMW 1600 2-Cabriolet (1969), Jaguar XK 120 (1952), Porsche 911 Coupé (1968), MGA Roadster (1959) oder Mercedes 190 SL (1957).

„Schon jetzt können sich alle Oldtimer-Freunde auf eine tolle Abendveranstaltung freuen“, steht für Helmut Jordan fest. „Wir unterstützen damit die tags darauf stattfindende MSCO-Oldtimer-Classic-Rallye Graf Anton Günther, und wir tragen zur Belebung der Innenstadt bei.“

Insgesamt können 120 historische Fahrzeuge beim 1. City-Grand-Prix mitmachen. Anmeldungen zum 30. Mai

unter www.ocgp.de