Brummi-WM bertrifft die khnsten Erwartungen (NWZ vom 09.09.2002)

60 000 Zuschauer wollen Fahrer aus zwlf Lndern in Aktion sehen Oldenburg. Die 23. Weltmeisterschaft der Berufskraftfahrer und ein umfangreiches Begleitprogramm haben am Wochenende nach ersten Schtzungen rund 60 000 Besucher auf das Gelnde des Nutzfahrzeug-Zentrums der Firma Rosier an der Bremer Heerstrae gelockt. In einem anspruchsvollen Parcours bewiesen die Trucker-Teams aus zwlf Lndern
ihre Geschicklichkeit im Solo-Lkw (25-Tonner), im Bus, im Sattelzug und im Gelenkzug.

Auf dem Siegertreppchen landeten am Ende der beiden Wettkampftage auch ein Oldenburger: Ralf Rscher holte sich den Titel in der Kategorie Bus. Auch in der Nationenwertung und in verschiedenen Mannschaftswertungen landete Deutschland am Ende auf dem ersten Platz.

Auf Betreiben des niederlndischen Verbandes wurde erstmals auch ein Economy-Wettbewerb ausgefahren. Den Titel des am Sprit sparendsten Fahrers holte sich der Schweizer Roland Inderbizin.

Die WM war ber den sportlichen Aspekt hinaus auch eine Frischzellenkur fr das Image der viel gescholtenen Kraftfahrer-Gilde. Wer brbeiige Brummifahrer erwartet hatte, die mit Bleifu ber den Parcours heizen wrden, sah sich getuscht. Gefragt waren vielmehr sensible Fe am Gaspedal, ruhige Hnde am Lenkrad und gutes Augenma.

Anders waren die 18 anspruchsvollen Aufgaben nicht zu bewltigen. So mussten die Fahrer etwa Hhe und Breite ihrer Fahrzeuge mglichst genau einschtzen, geschwungene Spuren mit einem einzelnen Rad durchfahren und rckwrts einparken.

Auch weniger Motorsport-begeisterten Zuschauern wurde am Rande der Weltmeisterschaft einiges geboten. Zum umfangreichen Begleitprogramm gehrten die Auftritte der Country-Gren Dale Watson, Hermann Lammers Meyer und der franzsischen Band Road Riders. Kinderattraktionen wie Kletterwand, Hpfburg oder Bullenreiten vervollstndigten das Familienfest. Das Interesse daran war so gro, dass die Bremer Heerstrae zeitweilig gesperrt werden musste.

Geschftsfhrer Thomas Rosier war am Ende denn auch berglcklich: Der Besucherzuspruch hat unsere khnsten Erwartungen noch bertroffen. Die ganze Veranstaltung sei wie ein Uhrwerk abgelaufen. Nach zwei Jahren intensiver Vorbereitung werden einige Mitarbeiter nun vermutlich in ein tiefes Loch fallen, weil es nichts mehr zu organisieren gibt. Da sich das Gelnde an der Bremer Heerstrae bestens bewhrt habe, werde darber nachgedacht, hnliches in Zukunft zu wiederholen.

Auch die Aktiven waren mit dem Ablauf zufrieden. Andre Klostermann, der als einer von drei Oldenburger Fahrern an den Start ging, freute sich ber das ungewohnt groe Interesse an seinem Sport: Die letzte WM vor zwei Jahren in Budapest lief im Vergleich hierzu fast unter Ausschluss der ffentlichkeit.

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